08.05.2025
Ulm wahrt die Chance auf Rang eins
Die Basketball Löwen Braunschweig sicherten sich vorzeitig ihre Plätze in den BBL-Playoffs, und das auf eindrucksvolle Weise. Ulm hat nach dem Sieg gegen Bamberg weiterhin Hoffnung auf Rang 1.

Alba Berlin hat mit einem deutlichen 101:69-Heimsieg gegen die bereits abgestiegene BG Göttingen die Chance auf die direkte Playoff-Teilnahme gewahrt. Der siebte Erfolg in Serie war zugleich die Belohnung für einen starken Schlussspurt der Hauptstädter, auch begünstigt durch die zeitgleiche Niederlage der Rostock Seawolves gegen Braunschweig.
Von Beginn an dominierte Alba das Geschehen in der eigenen Halle. David McCormack setzte früh ein Ausrufezeichen mit einem Alley-Oop, die physisch überlegenen Albatrosse kontrollierten das Spiel trotz einiger unnötiger Ballverluste und führte bereits zur Halbzeit mit 55:37. Göttingen konnte offensiv nur phasenweise mithalten und hatte den athletischen Berlinern, bei denen gleich sieben Spieler zweistellig trafen kaum etwas entgegenzusetzen.
Im dritten Viertel zeigte sich Alba defensiv kurzzeitig anfällig, brachte das Spiel aber dennoch souverän über die Zeit. In der Schlussphase zeigten die Berliner nochmal starken Teambasketball und sorgten für ein würdiges Ende der Hauptrunde und setzen damit ein deutliches Signal an die Konkurrenz vor den Playoffs. Topscorer war Göttingens Tra Holder mit 18 Zählern, bei den Berlinern war es Malte Delow mit 14. Alba hat damit die Hauptrunde abgeschlossen, Göttingen empfängt am letzten Spieltag die Seawolves (LIVE bei Dyn).
Die Basketball Löwen Braunschweig stehen nach einem 67:48-Auswärtssieg bei den Rostock Seawolves sicher in den Playoffs. Während die Niedersachsen jubeln, stellte Rostock einen Negativrekord auf: So wenig Punkte (48) erzielte in dieser Saison kein anderes Heimteam. Für die Seawolves geht es nun am letzten Spieltag um alles.
Dabei sah es zunächst gut aus für die Hausherren: Im ersten Viertel dominierten die Seawolves phasenweise und führten zweistellig. Doch dann brach das Team komplett ein. Nur neun Punkte im zweiten und acht im dritten Viertel sprechen Bände. Braunschweig spielte selbst keine Glanzpartie, profitierte aber von Rostocks Schwächen.
Die Löwen nutzten ihre Chancen konsequent und machten schon vor dem abschließenden Heimspiel gegen Würzburg das Playoff-Ticket fix. Rostock hingegen muss im letzten Spiel bei Absteiger Göttingen unbedingt gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen, um wenigstens die Play-Ins zu erreichen. Topscorer der Partie war Nachwuchsspieler des Jahres in der BBL, Sananda Fru, mit 16 Punkten und 11 Rebounds. Die Seawolves gastieren am letzten Spieltag bei Absteiger Göttingen (LIVE bei Dyn), Braunschweig empfängt Würzburg (LIVE bei Dyn).

Ratiopharm Ulm feierte im letzten Heimspiel vor den Playoffs einen 92:77-Sieg gegen die Baskets Bamberg. Überzeugend war das aber nur phasenweise. Drei dominante Viertel reichten, um ein schwaches Schlussviertel zu überstehen, in dem Bamberg fast zurückkam. Für einen gab es trotzdem einen Grund zu feiern: Karsten Tadda stand zum 639. Mal in der BBL auf dem Parkett und brach damit den Rekord von Alex King für die meisten BBL-Spiele.
Schon früh war klar, dass Ulm die stärkere Mannschaft war. Nach dem ersten Viertel führte das Team von Ty Harrelson zweistellig. Bamberg agierte zahnlos, während Ulm sich scheinbar mühelos auf die Playoffs einstimmte. Zur Halbzeit stand es 53:37, trotz wenig Intensität und einem technischen Foul von Bambergs Coach Anton Gavel.
Im letzten Abschnitt wurde es dann doch noch spannend: Bamberg glich zwischenzeitlich aus, Ulm wackelte, aber fiel nicht. Angeführt von wichtigen Dreiern von Marcio Santos sicherten sich die Gastgeber doch noch den Sieg und haben weiter Chancen auf Platz eins der Hauptrunde. Topscorer der Partie war Bambergs Ronaldo Segu mit 20 Punkten (8 Assists), neben ihm glänzte Filip Stanz mit einem Double-Double (16 Punkte, 10 Assists). Bei den Ulmern war Karim Jallow der beste Werfer mit 19 Punkten. Am letzten Spieltag geht es für Ulm nach Hamburg (LIVE bei Dyn), Bamberg empfängt Vechta (LIVE bei Dyn).
kon