20.01.2026
Teamvertreter, Sponsoren und Investoren vereint
Das europäische NBA-Projekt gewinnt zunehmend an Kontur. Am Montagabend kamen in London erstmals Vertreter interessierter Klubs, Sponsoren und Investoren zusammen. Die Teilnehmerliste lieferte dabei bereits einen vielsagenden Einblick in den aktuellen Stand der Umsetzung.

Acht bis zehn permanente Teilnehmer, zwei bis vier Qualifikanten. Start Ende 2027. Auf seiner Pressekonferenz in Berlin wiederholte NBA Commissioner Adam Silver lediglich die bereits öffentlich einsehbaren Informationen. Für neue Entwicklungen dürfte hingegen eine Veranstaltung am Montagabend gesorgt haben.
Erstmals seit der Formulierung einer neu zu gründenden Liga lud die NBA in einem schicken Londoner Hotel zu einer groß angelegten Infoveranstaltung. Neben den Funktionären zahlreicher interessierter Teams erschienen dabei auch hochrangige Vertreter von Sponsoren und Investoren-Gesellschaften, darunter der Public Investment Fund Saudi-Arabiens sowie das Unternehmen Qatar Sports Investment.
"Das ist eine einzigartige Möglichkeit", erklärte Ex-NBA-Profi Pau Gasol gegenüber der Anwesenden in einer kurzen Rede. "Es geht darum, voneinander zu lernen. Es geht darum, ein neues Projekt zusammen auf die Beine zu stellen. Wir reden über die Liga, aber es geht weit darüber hinaus." Der ehemalige spanische Nationalspieler soll beim europäischen NBA-Projekt eine Schlüsselrolle einnehmen.
Für die Tragweite der Veranstaltung sprachen auch die zahlreich erschienenen Teamvertreter. Laut The Athletic kreuzten Offizielle von Real Madrid, dem FC Barcelona, Olimpia Milano, Panathinaikos Athen, ASVEL sowie Bayern und Alba Berlin die Flure.
Auch aus der Fußballwelt waren viele Funktionäre anwesend. Manchester City, AC Milan und Paris Saint-Germain sollen in Person von Mitarbeitern vor Ort gewesen sein. Durch ihre Anwaltskanzleien oder Teilhaber vertreten waren zudem die bekannten Premier-League-Klubs Tottenham Hotspur, FC Liverpool und Newcastle United.
Aktuell ist noch völlig unklar, welche Mannschaften am Ende Teil des Projekts sein sollen. Aus deutscher Sicht gute Chancen werden Alba Berlin eingeräumt, die sich mit dem Schritt raus aus der EuroLeague und rein in die FIBA-geführte Champions League für den Wechsel in die NBA Europe bereits in Stellung gebracht haben. Der FC Bayern bestätigte bislang lediglich Gespräche geführt zu haben, stärkte zugleich aber der EuroLeague den Rücken.
jos