vor 7 Stunden
EL-CEO äußert sich
Ab der kommenden Saison 2027/28 soll die NBA Europe an den Start gehen. Dabei plant die NBA offenbar in Gedankenspielen auch mit sechs aktuellen EuroLeague-Teams. Wer diese sind und wie es um eine Zusammenarbeit steht.

Die NBA plant, sechs Teams, die derzeit noch in der EuroLeague spielen, für die NBA Europe zu gewinnen. Dies berichten die Portale Meridian Sport und Basketnews. Die Teams sind Real Madrid, der FC Barcelona, Fenerbahce Istanbul, der FC Bayern Basketball, ASVEL und Panathinaikos Athen.
Die Liste der genannten Vereine deckt sich mit den Städten, in denen die NBA plant, Franchises einzurichten. Madrid, Barcelona, Istanbul, München, Lyon und Athen spielten in den Plänen der NBA Europe bereits früh eine Rolle.
Chus Bueno, CEO der EuroLeague, machte zuvor den Standpunkt der Liga deutlich . Die Anteilseigner der Liga sollten zu einer gemeinsamen Einigung mit der NBA kommen, anstatt einzelnen Teams zu erlauben, separate Verträge zu schließen.
"Wenn sie nach Europa und ein Bündnis mit uns schließen wollen, müssen die Klubs Teil der Vereinbarung sein und die finanziellen Rahmenbedingungen besprochen werden", so Bueno gegenüber der spanischen Nachrichtenagentur EFE. Das Thema werde derzeit diskutiert. "Die Klubs wollen sich gerne (der NBA Europe) anschließen, allerdings wollen alle einbezogen werden und suchen nach Lösungen, um nicht so viel investieren zu müssen". Der Spanier warnte davor, dass das Auslassen einiger EL-Anteilseigner eine weitere Zersplitterung des europäischen Basketballs zur Folge haben könnte.
Eine der Bedingungen der EuroLeague für eine mögliche Zusammenarbeit ist deshalb, dass alle 13 Klubs, die Anteilseigner sind, einen garantierten Platz in der NBA Europe erhalten sollen. Dazu gehören neben den sechs bereits genannten Teams auch Anadolu Efes, Baskonia Vitoria-Gasteiz, Armani Mailand, Maccabi Tel Aviv, Olympiakos Piräus, Zalgiris Kaunas und ZSKA Moskau.
Laut Bueno gebe es Teams, die bereits angekündigt hätten, eine eigene Liga zu gründen - sollte eine Einigung mit der NBA zustande kommen und diese Klubs außen vor gelassen werden. "Wenn wir das Problem nicht für alle lösen, werden wir mehr Wettbewerbe haben, wie auch immer sie heißen", so der CEO weiter.
Während die EuroLeague die ursprüngliche Idee der NBA für eine Zusammenarbeit abgelehnt hatte, ließ sie die Möglichkeit für weitere Verhandlungen jedoch offen. Gleichzeitig arbeitet man jedoch an seinem eigenen Franchise-Modell weiter und kündigte Expansionspläne an. "Die EuroLeague und der EuroCup werden nicht verschwinden", so Bueno abschließend.
jsc