11.01.2017
Hoffnung für Frankfurt - Niederlagen für Bonn und Ulm
Ulm musste in der Eurocup-Zwischenrunde einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Die Schwaben unterlagen am Mittwoch in Litauen BC Lietkabelis knapp mit 84:86 (53:41). Eine Niederlage setzte es auch für die Telekom Baskets Bonn und Alba Berlin. Besser lief es dagegen für den FC Bayern München und die Fraport Skyliners.
Der FC Bayern hat im Eurocup einen beeindruckenden Heimsieg gegen Titelfavorit Chimki Moskau gefeiert. Die Münchner setzten sich am Mittwoch dank einer beherzten Leistung nach der Pause mit 90:74 (38:41) durch. In der Zwischenrunde war dies der zweite Erfolg im zweiten Spiel und vor allem ein wichtiger Sieg gegen den wohl härtesten Rivalen im Kampf um den Gruppensieg. Kapitän Bryce Taylor war mit 15 Punkten bei Bayern am erfolgreichsten. Bei den Russen verzeichnete Jacob Pullen als Topscorer 17 Zähler. Nachdem der zweimalige Eurocup-Champion in den ersten beiden Vierteln vor 5680 Zuschauern immer wieder seine Klasse zeigte und angeführt von Superstar Alexej Schwed teils wilde Würfe traf, hatten die Bayern ihren Gegner in der zweiten Hälfte souverän im Griff. Die Hausherren von Trainer Sasa Djordjevic punkteten in der Offensive dank toller Spielzüge und standen in der Abwehr sicher. Dadurch zwangen sie Chimki zu vielen schweren Abschlüssen, und diese gelangen nicht.
Schlechter lief es im Parallelspiel für Ulm, das einen weiteren Rückschlag hinnehmen musste. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath unterlag am Mittwoch in Litauen BC Lietkabelis knapp mit 84:86 (53:41) und konnte damit auch im zweiten Zwischenrunden-Spiel keinen Sieg feiern. 27 Zähler vom erfolgreichsten Punktesammler Raymar Morgan reichten nicht. Der US-Amerikaner kassierte in der Endphase sein fünftes Foul und durfte nicht mehr eingesetzt werden. Die Niederlage war umso schmerzhafter, weil die Gäste vor 3414 Zuschauern lange in Führung lagen. Auch gegen den Liga-Rivalen FC Bayern München hatte Ulm zum Auftakt der Zwischenrunde verloren. Am nächsten Mittwoch empfängt der Bundesliga-Tabellenführer Chimki Moskau. In der Gruppe F des zweitwichtigsten europäischen Wettbewerbs ziehen die besten zwei von vier Teams in das Viertelfinale ein.
ALBA Berlin hat sein zweites Gruppenspiel der Top-16-Runde im Eurocup verloren. Beim Gruppenfavoriten Valencia Basket verloren die Berliner am Mittwochabend trotz guter Leistung und dramatischem Finale mit 80:85 (43:46) und verpassten damit in der Gruppe H eine große Überraschung. Beste Berliner Werfer waren Elmedin Kikanovic und Carl English mit je 12 Punkten. ALBA begann sehr engagiert in der Defensive, nach gut vier Minuten gab Center Elmedin Kikanovic sein Comeback nach Verletzungspause. Die Berliner stellten die Spanier mit ihrer beweglichen Defensive immer wieder vor Probleme. Als ALBA dann im zweiten Viertel auch besser traf, gingen sie nach einem 8:0-Lauf sogar mit 35:28 in Führung. Aber Valencia ließ sich nicht beeindrucken lag zur Pause mit 46:43 vorn. Nach dem Seitenwechsel konnte ALBA die Intensität zunächst nicht mehr so hoch halten. Besonders unter dem Korb machte sich die physische Überlegenheit der Spanier bemerkbar. Die Berliner liefen nun stets einem Rückstand hinterher, der bis Ende des dritten Viertels auf 58:68 anwuchs. Im letzten Abschnitt kämpfte sich ALBA aber wieder heran. Kurz vor Ende der Partie war man bis auf zwei Punkte dran (80:82) und schnupperte an der Sensation. Zwölf Sekunden vor Ende vergab Tony Gaffney die Chance zum Ausgleich und Valencia durfte am Ende jubeln.
Die Telekom Baskets Bonn haben im vierten Zwischenrundenspiel des Europe Cups erstmals verloren. Beim zuvor sieglosen zyprischen Vertreter Apoel Nikosia unterlag der Basketball-Bundesligist am Mittwoch mit 78:84 (37:35). Dabei machten die Bonner im Schlussabschnitt einen zwischenzeitlichen Rückstand von 66:72 wett und gingen beim 76:74 und beim 78:76 sogar noch zweimal in Führung. Danach aber gelangen keine erfolgreichen Würfe mehr. Kenneth Horton war mit 17 Punkten bester Werfer der Baskets, die das Hinspiel gegen Apoel Mitte Dezember mit 96:58 noch klar für sich entschieden hatten.
Die Frankfurt Skyliners dürfen weiter auf die Qualifikation für die Playoffs in der Basketball-Champions-League hoffen. Das Team von Trainer Gordon Herbert gewann am Mittwoch vor eigenem Publikum klar mit 102:68 (51:28) gegen den Tabellenletzten Bakken Bears aus Aarhus und feierte den fünften Erfolg im zwölften Gruppenspiel. Die Hessen belegen damit vor den verbleibenden beiden Partien in der Achtergruppe den fünften Tabellenplatz. Bester Werfer des Europe-Cup-Siegers aus Frankfurt war A.J. English mit 24 Punkten. Bei den Gästen aus Dänemark präsentierte sich Devaugh Akon-Purcell mit 19 Zählern am treffsichersten.
dpa