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    Basketball - BBL

    vor 1 Stunden

    Überraschende Pleite in Braunschweig

    "Auch nicht gegen Bayern okay": Trierer Saisonstart sorgt für Ernüchterung

    Die VET-CONCEPT Gladiators Trier gingen nach einem spektakulären Trasnfersommer mit viel Rückenwind in die neue Saison, kassierten aber direkt zum Auftakt eine ernüchternde Niederlage in Braunschweig. Coach Jacques Schneider blieb nach der Partie dennoch ruhig.

    Moritz Krimmer war mit dem Saisonauftakt der Trierer nicht zufrieden.
    Moritz Krimmer war mit dem Saisonauftakt der Trierer nicht zufrieden. IMAGO/Eibner

    "116 Punkte wären auch gegen Bayern München nicht okay", bilanzierte Rückkehrer Moritz Krimmer nach der Partie bei Dyn. "Da haben wir nächste Woche viel zu tun, um das besser zu machen." 107:116 hieß es nach der Schlusssirene aus Trierer Sicht, die in der Vorbereitung noch alle Spiele für sich entscheiden konnten.

    Es war ein Dämpfer gegen den sportlichen Absteiger aus der Vorsaison, die nur dank einer Wildcard in der BBL bleiben durften. Die Löwen liefen schnell aus der Distanz heiß und kamen so den Takt vor. Dazu half den Gastgebern das teils höllische Tempo, immer wieder angetrieben von Devin Askew (25 Punkte, 4 Assists).

    Die Gladiators verstanden es dagegen nicht, ihre Qualität auszuspielen, indem sie das Spiel langsamer hätten machen sollen. Stattdessen entwickelte sich ein Shootout, in dem die Löwen diesmal einfach besser trafen (19/35 Dreier vs. 12/36 3P). Dies bemängelte auch Coach Jacques Schneider, der aufgrund der Ausländerregelung auf Behnam Yakchali verzichtete.

    Trierer Defense weiterhin zu löchrig

    "Wir haben es von Anfang an aber nicht verstanden, das Tempo bei Braunschweig rauszunehmen und die individuell starken Werfer herauszufordern", ärgerte sich Schneider. "Dadurch ist es ein Open-Court-Game geworden und hatten auswärts hinten raus nicht mehr die Körner um zurückzukommen."

    Trier wirkte ähnlich löchrig wie noch in der Vorsaison, obwohl mit E.J. Onu und Justin Simon zwei der besten Verteidiger der BBL verpflichtet wurden. Zur Wahrheit gehört aber auch: Mit Onu auf dem Feld stand die Defense, der Center hatte einen Plus-Minus-Wert von +16, während es mit Marten Linßen (-21 in 13 Minuten) überhaupt nicht funktionierte.

    Zumindest Jordan Roland (26, 7/14 FG) knüpfte im Angriff an seine Vorstellungen aus dem Vorjahr an und zeigte, dass die Vorsaison nicht nur ein Ausrutscher nach oben war. Coach Schneider machte sich nach dem Spiel aber ohnehin keine Sorgen. "Das Spiel mit unseren Neuzugängen war eine gute Erfahrung für uns und wir werden uns im nächsten Spiel besser zeigen".

    Robert Arndt