vor 4 Stunden
Etat könnte drastisch schrumpfen
Die plötzliche Ungewissheit um das ambitionierte Projekt von Tony Parker könnte Bewegung in den EuroLeague-Transfermarkt bringen. Im Mittelpunkt steht Sylvain Francisco, der erst vor Kurzem langfristig in Villeurbanne unterschrieben hat.

Wie BeBasket und Eurohoops berichten, hat sich der griechische Topklub bereits nach dem 28-jährigen Point Guard erkundigt. Die Athener hatten demnach schon früher in der Offseason versucht, Francisco zu verpflichten.
Hintergrund ist die überraschende finanzielle Unsicherheit bei ASVEL. Der französische Klub hatte seine Planungen für die kommende Saison ursprünglich auf einen Rekordetat von 59 Millionen Euro gestützt. Bei der Finanzaufsicht DNCCG soll zuletzt jedoch lediglich ein deutlich reduzierter Haushaltsplan über 24 Millionen Euro eingereicht worden sein.
Francisco will die weitere Entwicklung zunächst abwarten und keinen vorzeitigen Abschied erzwingen. Der französische Nationalspieler unterschrieb erst in diesem Sommer einen lukrativen Dreijahresvertrag bei ASVEL. Seine Ausstiegsklausel für einen Wechsel in die NBA ist bereits abgelaufen, weshalb er seinem neuen Klub Zeit geben möchte, die finanziellen Probleme zu lösen.

Der Guard ist das Herzstück einer kostspieligen Transferoffensive, zu der auch die deutschen Nationalspieler Daniel Theis und Nick Weiler-Babb gehören. Darüber hinaus hatte ASVEL die Verpflichtungen von Armoni Brooks, Both Gach und Yves Pons verkündet. Sollte der Etat tatsächlich dauerhaft gekürzt werden, könnte die Zukunft mehrerer Neuzugänge infrage stehen.
Tony Parker arbeitet dem Bericht zufolge daran, die ursprünglich eingeplante Finanzierung doch noch abzusichern. Gelingt das nicht, dürften neben Panathinaikos weitere EuroLeague-Schwergewichte bei Francisco vorstellig werden. Der Franzose wurde nach seiner starken Saison bei Zalgiris Kaunas in das All-EuroLeague First Team gewählt und zählt damit zu den begehrtesten Guards Europas.
sgm