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    NBA

    vor 16 Stunden

    OKC trennt sich von drittem Rotationsspieler

    Angst vor dem Second Apron? Warum die Thunder Dort wirklich abgaben

    Die Oklahoma City Thunder haben sich via Trade von Lu Dort getrennt. Damit bricht der dritte Rotationsspieler in diesem Sommer für den Champion von 2025 weg. Einerseits rettet man sich vor dem Second Apron, auf der anderen Seite wird durch diesen Move das Fundament für die Zukunft gelegt.

    Lu Dort spielte sieben Jahre für die Oklahoma City Thunder.
    Lu Dort spielte sieben Jahre für die Oklahoma City Thunder. IMAGO/Icon Sportswire

    Nun also doch. Nach sieben Jahren haben sich die Oklahoma City Thunder von Lu Dort getrennt. In einem Drei-Team-Trade mit den Atlanta Hawks und den Dallas Mavericks werden die Thunder mit drei Zweitrundenpicks entlohnt. Dafür geben sie eine Stütze der vergangenen Jahre und einen der besten Defensiv-Spieler der Liga ab.

    Noch im Sommer hatten die Thunder die Team-Option für Dort über knapp 18 Millionen Dollar gezogen. GM Sam Presti hatte in seiner langen Pressekonferenz noch beteuert, dass man keine Angst habe, in den Second Apron zu rutschen. Durch diesen Move verhinderte man aber genau das. Neben Dort mussten bereits andere Rotationsspieler wie Isaiah Joe und Aaron Wiggins gehen, um nicht zu teuer zu werden und andere wie Isaiah Hartenstein zu bezahlen.

    Der Trade im Überblick

    Thunder erhaltenMavericks erhaltenHawks erhalten
    3 ZweitrundenpicksZaccharie RisacherLu Dort
    --Ryan Nembhard

    "Wir haben kein Problem mit dem Second Apron", wiederholte Presti noch einmal in einem Interview mit The Oklahoman. "Dennoch war das eine finanzielle Entscheidung. Wir haben in diesem Sommer Geld gespart, um dieses in den kommenden Jahren zu verteilen."

    Thunder: Dort spielte schwache Playoffs

    Gemeint dürften dabei vor allem Cason Wallace und Ajay Mitchell sein. Zur Wahrheit gehört nämlich auch, dass man sich Dort in der kommenden Saison hätte leisten können, doch dann hätte man genau das gleiche Problem gehabt. Wie Wallace und Mitchell bezahlen? Wallace, ebenfalls ein bissiger Perimeter-Verteidiger, wird 2027 Restricted Free Agent. Beim Belgier Mitchell, Shootingstar der Vorsaison, gibt es eine Team-Option für ein weiteres Jahr.

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    Beide spielten zudem mehr und besser in den Playoffs als Dort. Bei allen Qualitäten des Kanadiers wurde eben auch deutlich, dass dessen Gesamtpaket Schwächen hatte und seine Spielzeit in den Playoffs deutlich abnahm. Der Guard traf in der regulären Saison gerade einmal 38,5 Prozent aus dem Feld und über seine Karriere nur einmal über 50 Prozent aus dem Zweierbereich.

    Heißt übersetzt: Solange Dort nicht nur in der Ecke steht und Dreier wirft, ist er enorm ineffizient und brilliert auch nicht in Sachen Entscheidungsfindung. Man kann durchaus argumentieren, dass Wallace das bessere Gesamtpaket mitbringt, auch wenn OKC etwas Tiefe in diesem weiteren Manöver opfert.

    Sam Presti ist der Architekt der Oklahoma City Thunder.
    Sam Presti ist der Architekt der Oklahoma City Thunder. Alonzo Adams-Imagn Images

    Thunder: Weiterhin ein klarer Titelkandidat

    Gleichzeitig hat diese Mannschaft trotz dreier Abgänge noch immer mindestens neun Spieler, denen Coach Mark Daigneault in den Playoffs vertrauen würde. Das sieht auch Presti so: "Lus Abgang wird einen Effekt auf das Team haben. Wir sind aber gut positioniert, um andere Wege zu finden, um zu gewinnen." Stattdessen sei es wichtig, Veränderungen anzunehmen und sich nicht in der Opferrolle zu verstecken.

    Das Depth Chart der Thunder nach dem Trade

    PGSGSFPFC
    S. Gilgeous-AlexanderC. WallaceJ. WilliamsC. HolmgrenI. Hartenstein
    A. CarusoA. MitchellJ. McCainK. WilliamsJ. Williams
    N. TopicB. StirtzA. Mara
    T. Sorber

    Kritiker werden sich hier wieder ob der Regeln des Second Apron bestätigt fühlen, doch die Thunder hätten auch mit den Parametern des alten Kollektivvertrags Probleme bekommen. Es ist schlichtweg nicht möglich, drei Maximalspieler sowie zahlreiche Rollenspieler im Kader zu haben, die allesamt gut dotierte Verträge besitzen.

    Irgendwann explodieren die Kosten und die Thunder haben diesen Punkt durch die (verdienten) Verlängerungen von Jalen Williams und Chet Holmgren erreicht. Es ist der Moment, in dem Abstriche gemacht werden müssen und in diesem Fall war die Trennung von Dort das Richtige, auch wenn das Team auf dem Papier etwas schwächer geworden ist. Dennoch bleiben die Thunder auch so, einer der drei heißesten Anwärter auf den Titel in der kommenden Saison.

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    Robert Arndt