20.03.2026
March-Madness-Roundup am Freitag
Starker Auftakt für die deutschen Spieler in der March Madness: Vier von fünf Deutschen haben am Freitagabend den Sprung in die nächste Runde geschafft. Während Kharchenkov, Grünloh, Anderson und Pleta souverän weiterkamen, musste sich nur Ensminger nach einem dramatischen Overtime-Krimi verabschieden.

Für Christian Anderson und die Texas Tech Red Raiders ist der Auftakt in die March Madness geglückt. Gegen die Akron Zips setzte sich der Nr.-5-Seed souverän mit 91:71 durch und ließ dabei vor allem in der zweiten Halbzeit nichts mehr anbrennen. Anderson überzeugte mit 18 Punkten (4 Rebounds, 5 Assists) und war damit einer der entscheidenden Faktoren im Offensivspiel der Red Raiders.
Nach einer zunächst ausgeglichenen Partie zog Texas Tech im zweiten Durchgang davon, auch dank eines wichtigen Steals von Anderson, der einen Fastbreak einleitete und die Führung weiter ausbaute. Insgesamt punkteten gleich fünf Spieler zweistellig für die Red Raiders, die trotz des Ausfalls von Starspieler JT Toppin ihre Tiefe unter Beweis stellten. In der nächsten Runde wartet nun entweder Alabama oder Hofstra.

Für Ivan Kharchenkov und die Arizona Wildcats ist der Start in die March Madness mehr als gelungen. Der Top-Seed ließ Long Island beim klaren 92:58-Erfolg keine Chance und dominierte die Partie von Beginn an. Kharchenkov überzeugte dabei mit einem starken Double-Double (14 Punkte, 5/7 FG, 10 Rebounds) und unterstrich seine wichtige Rolle im tief besetzten Wildcats-Kader.
Arizona setzte früh ein Statement, spielte mit hohem Tempo und erstickte jeden Ansatz des Außenseiters defensiv im Keim. Bereits zur Halbzeit war die Partie praktisch entschieden, am Ende stand ein ungefährdeter Kantersieg. Die Wildcats, die als einer der Topfavoriten gelten, treffen nun auf den Sieger aus Villanova gegen Utah State.

Für Jake Ensminger und Santa Clara ist in der ersten Runde der March Madness Endstation. Allerdings denkbar dramatisch. Gegen die Kentucky Wildcats lieferten die Broncos einen echten Fight und standen kurz vor der Sensation, ehe ein verrückter Buzzer-Beater die Partie in die Verlängerung schickte. Beim Stand von 70:73 versenkte Otega Oweh mit nur noch 2,4 Sekunden auf der Uhr einen wilden Distanzwurf zum Ausgleich. Es war der Moment, der das Spiel komplett kippte.
In der Overtime setzte sich schließlich die individuelle Klasse Kentuckys durch, das mit einem 8:0-Lauf die Entscheidung herbeiführte und mit 89:84 gewann. Oweh überragte mit 35 Punkten, acht Rebounds und sieben Assists und schrieb damit sogar NCAA-Geschichte. Santa Clara hielt über weite Strecken stark dagegen, musste sich am Ende aber knapp geschlagen geben und auch Ensminger (14 Punkte, 5/8 FG, 8 Rebounds) verabschiedet sich damit trotz couragiertem Auftritt früh aus dem Turnier.

Für Johann Grünloh und die Virginia Cavaliers wurde es zum Auftakt der March Madness deutlich enger als erwartet. Gegen Außenseiter Wright State setzte sich der Nr.-3-Seed letztlich mit 82:73 durch, musste dafür aber lange kämpfen. Offensiv ragte vor allem Jacari White mit 26 Punkten heraus.
In der Schlussphase übernahm dann Grünloh eine entscheidende Rolle, vor allem defensiv. Der deutsche Big Man kam auf acht Punkte, sieben Rebounds und drei Blocks und verhinderte in den letzten Minuten einige wichtige Abschlüsse am Ring. Gleichzeitig profitierte Virginia von einem späten Lauf, um das Spiel zu drehen und zu entscheiden.
Für Dominykas Pleta und die Iowa State Cyclones verlief der Auftakt in die March Madness sehr einseitig. Der Nr.-2-Seed setzte sich mit einem klaren 108:74 gegen Tennessee State durch und stellte dabei gleich mehrere Rekorde auf, darunter die höchste Punkteausbeute und den größten Sieg in einem NCAA-Tournament-Spiel der eigenen Geschichte. Trotz des Ausfalls von All-American Joshua Jefferson dominierte Iowa State früh und ließ dem Außenseiter keine Chance.
Gerade in dieser Phase bekam Pleta (9 Punkte, 3/3 FG) mehr Minuten und nutzte seine Gelegenheit. Der Freshman sorgte direkt für Energie, sammelte schnelle Rebounds und verwandelte unter anderem einen Alley-Oop sicher am Ring. Während Spieler wie Killyan Toure (25 Punkte) und Nate Heise (22 Punkte) offensiv glänzten, zeigte Pleta vor allem als Aktivposten in der Rotation seinen Wert. Iowa State trifft nun in der nächsten Runde auf Kentucky Wildcats.
kon