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    NBA

    vor 5 Stunden

    Toronto in der Offseason-Analyse

    All-In mit Kawhi: Warum der Trade für die Raptors ein No-Brainer war

    Erstmals seit zehn Jahren steht Jaylen Brown nicht mehr im Kader der Boston Celtics. Die Kelten haben nach dem Überraschungstrade erneut etwas abgespeckt und dennoch ist mit ihnen vor allem in der Regular Season wieder in der Spitzengruppe der Eastern Conference zu rechnen. Die Offseason im Überblick.

    Kawhi Leonard freut sich über seine Rückkehr nach Toronto.
    Kawhi Leonard freut sich über seine Rückkehr nach Toronto. John E. Sokolowski

    Toronto Raptors: Was wurde in der Offseason gemacht?

    Im Mai waren die Raptors sehr nah dran, erstmals seit sechs Jahren wieder eine Playoff-Serie zu gewinnen. Letztlich mussten sich die Kanadier in sieben Spielen beugen, dennoch gab es viele Dinge, die Mut machten. Da wäre Scottie Barnes, der in einer Serie mit Donovan Mitchell, James Harden und Evan Mobley der beste Spieler auf dem Feld war, oder aber auch Rookie Collin Murray-Boyles, der in limitierten Minuten andeutete, dass er ein defensives Monster in den Playoffs sein kann.

    In Toronto reifte die Ansicht, dass nur ein weiterer Star fehlt - und der ist ein alter Bekannter. Anfang Juli einigte man sich auf einen Trade für Kawhi Leonard, der bereits 2018/19 für die Raptors spielte und den Kanadiern ihre bislang einzige Meisterschaft bescherte - bevor er sich zu den L.A. Clippers verabschiedete. Bekanntlich dauerte es über zwei Monate und eine NBA-Untersuchung, bis Vollzug gemeldet werden konnte, doch steht Leonard nach sieben Jahren tatsächlich wieder im Kader.

    Dafür musste man zwei Erstrundenpicks, einen Pick-Swap sowie Ex-All-Star Brandon Ingram und Gradey Dick abgeben - ein moderater Preis für einen Top-10-Spieler, der natürlich auch bereits 35 Jahre alt ist und zahlreiche schwere Verletzungen erlitten hat.

    Ansonsten wurde der Kader zu großen Teilen zusammengehalten, nur Sandro Mamukelashvili zog zu den Los Angeles Lakers weiter. Der Georgier war in der Regular Season ein wichtiger Rotationsspieler, doch in den Playoffs wurden die Limitationen des Big Man dann doch ersichtlich. Mit Forward Allen Graves und Shooter Jaden Bradley wurden zwei Draft-Picks mit garantierten Verträgen ausgestattet, dazu wurde mit Alijah Martin ein weiterer Schütze aus der G-League befördert.

    Toronto Raptors: Zu- und Abgänge

    Zugänge: Kawhi Leonard (Clippers), Kyle Anderson (Grizzlies)
    Abgänge: Brandon Ingram, Gradey Dick (beide Clippers), Sandro Mamukelashvili (Lakers), Garrett Temple (Karriereende), Jonathan Mogbo (Kings), A.J. Lawson (Baskonia)
    Draft: Allen Graves (#19), Jaden Bradley (#50),
    Extension: Jamal Shead (3 Jahre, 24 Mio. Dollar), Kawhi Leonard (2 Jahre, 115 Mio.)

    Spielte starke Playoffs: Scottie Barnes
    Spielte starke Playoffs: Scottie Barnes IMAGO/ZUMA Press

    Boston Celtics: So könnte die Rotation aussehen

    PGSGSFPFC
    I. QuickleyR.J. BarrettK. LeonardS. BarnesJ. Pöltl
    J. SheadJ. WalterJ. BattleK. AndersonC. Murray-Boyles
    A. MartinJ. BradleyA. GravesT. Jackson-Davis

    Toronto Raptors: Die Ausrichtung der Franchise

    Scottie Barnes ist ein waschechter Star, das war die Erkenntnis der Postseason und gab den Raptors gute Gründe, die Chips in die Mitte zu schieben. Zwar passt Kawhi nicht ganz auf den Zeitstrahl, dafür aber umso mehr, wie die Franchise spielen möchte. Grob gesagt ist Leonard einfach nur ein massives Upgrade im Vergleich zu Ingram. In ihrer Spielweise ähneln die beiden sich sogar, nur dass Leonard eben so ziemlich alles auf einem höheren Niveau tut.

    Dazu hat Leonard seinen Dreier in den vergangenen Jahren enorm verbessert und nimmt diesen viel häufiger aus dem Dribbling, was bei Ingram immer eine Kritik war. Hinzu kommt das weiterhin hohe defensive Niveau abseits des Balles, oder in Dosen auch im direkten Eins-gegen-Eins.

    Die Raptors waren bereits zuvor teuer mit vielen mittelgroßen bis großen Deals, dazu sind die Eckpfeiler mit Barnes und Murray-Boyles da. Die Identität ist gegeben und Leonard ist der Star, der perfekt dazu passt. Die Verletzungen sind ein Risiko, aber wenn ein Gamble das Risiko wert ist, dann ist es dieser Trade.

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    • Der Kader der Raptors im Überblick
    • Der Spielplan für die Preseason

    Toronto Raptors: Die Schwächen

    Offense war über die Saison und gegen die Cavs die Achillesferse, in engen Spieler fehlte ein sicherer Closer. Leonard hilft in dieser Hinsicht, doch alle Probleme lösen sich damit nicht Luft auf. Lineups mit Jakob Pöltl und R.J. Barrett werden wieder schwierig sein, das Spacing alles andere als optimal. Die Raptors waren im Vorjahr ein Team, welches wenige Dreier nahm und wenige traf.

    Daran wird nicht so viel ändern. Für Coach Darko Rajakovic wird es immer wieder eine Herausforderung sein, die richtigen Lineups zu finden, weil der Kader doch viele Spieler hat, die klare Stärken und Schwächen hat. Dazu zählt auch die Frage, wer eigentlich der Stopper in Eins-gegen-Eins-Situationen sein soll.

    Natürlich werden die Raptors wieder aggressiv über das ganze Feld verteidigen und versuchen, Turnover zu forcieren, doch wer soll zum Beispiel schnelle Guards checken? Und sehen die Raptors aus, wenn Leonard seine 20-30 Spiele pro Jahr verpasst?

    Die Preseason der Raptors

    Toronto Raptors: Die Prognose

    Der Trend ist der Freund der Raptors. Die Mannschaft verkaufte sich im Vorjahr teuer, hat in seinen jungen Spielern noch Platz nach oben und bekommt mit Leonard eine echte Trumpfkarte. Im Kader selbst stehen zumindest acht Playoff-fähige Akteure, dahinter wird es jedoch dünn. Ein weiterer Big Man (bevorzugt mit Wurf) wäre wünschenswert, gleiches gilt für einen Spielmacher.

    Durch Trades (Barrett, Pöltl) könnte man hier eventuell noch nachlegen, ansonsten könnte es für eine 82-Spiele-Saison etwas zu dünn sein, da Spieler wie Leonard, Quickley oder Murray-Boyles immer mal wieder verletzt fehlen. So könnte es passieren, dass die Raptors eher nicht ganz oben mitspielen und womöglich ohne Heimvorteil in die Playoffs gehen. Dann aber hat man die Qualität, so ziemliches jedes Team zu schlagen. Ein 1A-Contender ist Toronto eher nicht, aber in Lauerstellung sind die Kanadier auf jeden Fall.

    Robert Arndt

    Toronto Raptors
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    105
    :
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    Miami Heat
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    :
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