vor 9 Stunden
0:20 nach vier Minuten
Nach zehn Jahren Abstinenz feierte Phoenix Hagen am Samstag die Rückkehr ins Oberhaus. Der Start verlief zwar katastrophal, dennoch zeigte sich Coach Chris Harris mit der Leistung seiner Mannschaft bei den Rostock Seawolves zufrieden.

So hatten sich die Hagener den Auftakt sicherlich nicht vorgestellt. Nach knapp 3:30 Minuten stand es in Rostock bereits 20:0 für die Gastgeber, die da schon fünf Dreier verwandelt und drei Ballverluste forciert hatten. Es schien einfach alles zu schnell zu gehen, während bei den Seawolves alles funktionierte.
Mal fiel der Dreier mit Brett, ein anderes Mal war T.J. Crockett mit Foul aus der Distanz erfolgreich. Hagens neuer Go-to-Guy Trenton Gibson brachten die Westfalen schließlich von der Freiwurflinie endlich aufs Scoreboard, doch nach knapp 13 Minuten betrug die Differenz bereits satte 35 Punkte. Hagen schien nicht BBL-tauglich zu sein, doch dank einer deutlichen Leistungssteigerung wurde das Ergebnis letztlich noch erträglich gestaltet.
Die Neuzugänge Gibson (20 Punkte), Adam Kunkel (18) und Center Cameron Krutwig (12, 8 Assists) deuteten an, dass sie durchaus das Niveau besitzen, um Hagen konkurrenzfähig zu halten. "Ich kann meine Mannschaft nur dafür loben, wie wir uns gefangen und trotz des Rostocker Dreierregens nie aufgegeben haben", meinte Coach Chris Harris nach der Partie.
19 Dreier waren es am Ende für die Hanseaten, die nach der Pokal-Niederlage in Hamburg die richtige Antwort gaben. "Das war wirklich großartig, fast eine perfekte erste Halbzeit", freute sich Seawolves-Coach Przemyslaw Frasunkiewicz, der aber auch anmerkte, dass seine Mannschaft nach dem Wechsel etwas schläfrig agierte.
So konnte Hagen zumindest ein paar positive Dinge aus dieser Partie mitnehmen. "Wir wissen, dass wir besser sind als das, was wir im ersten Viertel gezeigt haben", betonte auch Kunkel. Schon am Freitag gibt es die Chance der Wiedergutmachung, dann empfängt Hagen in der Ischelandhalle ratiopharm Ulm.
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