vor 23 Stunden
Was steht kurz vor Saisonende noch auf dem Spiel?
Die reguläre Saison in der Basketball-Bundesliga neigt sich dem Ende zu. Während einige große Fragen bereits Wochen vor dem Abschluss geklärt scheinen, stehen auch noch zahlreiche Entscheidungen aus. Wir blicken auf den Status Quo im Rennen um Play-Ins und Playoffs, sowie den Abstiegskampf.

Die Top-3-Platzierungen in der Basketball-Bundesliga scheinen weitestgehend festzustehen. Der FC Bayern kann bereits am kommenden Wochenende gegen ALBA Berlin den Gesamtsieg der Saisonhauptrunde fixieren. Den Hauptstädtern selbst ist der zweite Platz ebenfalls kaum noch zu nehmen.
Streitig machen könnte ihnen dieser lediglich das diesjährige Überraschungsteam von den BMA365 Bamberg Baskets, die mit zwölf Siegen aus den vergangenen 13 Spielen zudem als das heißeste Team der Liga gelten.
| Rang | Team | L10 | Bilanz |
|---|---|---|---|
| 6 | Würzburg | 4-6 | 17-14 |
| 7 | Ludwigsburg | 6-4 | 17-14 |
| 8 | Vechta | 9-1 | 16-15 |
| 9 | Trier | 4-6 | 16-15 |
Spannender wird es mit Blick auf die Ränge darunter. Die Plätze sechs bis neun trennt lediglich einen Sieg. Die derzeitige Pole Position im Rennen um die direkte Playoff-Qualifikation - ohne Umweg in die Play-Ins - kommt aktuell den Würzburg Baskets zu, die das Hinspiel gegen Ludwigsburg mit fünf Punkten gewonnen hatten. Spannend dabei: Das möglicherweise miteinscheidende Rückspiel findet am 34. Spieltag in Franken statt.
| Rang | Team | Gegner | DP* |
|---|---|---|---|
| 6 | Würzburg | Ulm, Hamburg, Ludwigsburg | 8,67 |
| 7 | Ludwigsburg | Braunschweig, Bayern, Würzburg | 8,34 |
| 8 | Vechta | Bayern, Rostock, Heidelberg | 10,0 |
| 9 | Trier | Oldenburg, Bonn, MBC | 9,34 |
*DP = Durchschnittliche Platzierung der Gegner (je niedriger der Wert, desto schwieriger der Restspielplan)
Gute Chancen doch noch mehrere Plätze gut zu machen, werden allerdings den Basketballern von RASTA Vechta eingeräumt, die neun Siege aus den vergangenen zehn Partien einfahren konnten. Im Schnitt verbucht das Team von Trainer Christian Held zudem das einfachste Restprogramm des Quartetts.

| Rang | Team | L10 | Bilanz |
|---|---|---|---|
| 10 | Chemnitz | 4-6 | 14-17 |
| 11 | Oldenburg | 4-6 | 14-17 |
| 12 | Rostock | 2-8 | 14-17 |
| 13 | MBC | 6-4 | 13-18 |
| 14 | Hamburg | 5-5 | 13-18 |
Noch fünf Mannschaften haben realistische Chancen auf Play-In-Rang 10. Angeführt wird das Feld von den Niners Chemnitz, die im Direktvergleich mit Oldenburg und Rostock die Nase vorn haben, jedoch auf eine identische Bilanz blicken. Außenseiterchancen dürfen auch der MBC und Hamburg ausmalen, wobei diese - zumindest in den vergangenen zehn Spielen - die formstärksten Teams in diesem Fünfervergleich sind.
| Rang | Team | Gegner | DP* |
|---|---|---|---|
| 10 | Chemnitz | Berlin, Frankfurt, Braunschweig | 11,67 |
| 11 | Oldenburg | Trier, Braunschweig, Bayern | 9,33 |
| 12 | Rostock | Jena, Vechta, Hamburg | 12,67 |
| 13 | MBC | Heidelberg, Bamberg, Trier | 9,67 |
| 14 | Hamburg | Bamberg, Würzburg, Rostock | 7,0 |
Nicht für diese zwei Teams sprechen jedoch die Restspielpläne. Besonders die Hanseaten haben noch zwei Top-6-Teams vor der Brust. Den leichtesten Saisonschlussspurt haben neben Chemnitz auch die Rostocker.

| Rang | Team | L10 | Bilanz |
|---|---|---|---|
| 16 | Jena | 3-7 | 11-20 |
| 17 | Heidelberg | 3-7 | 8-23 |
| 18 | Braunschweig | 3-7 | 8-23 |
Während in den oberen Tabellengegenden noch viel auf dem Spiel steht, ist die Stimmung im Keller längst dementsprechend. Nach ihrem Sieg gegen Oldenburg am vergangenen Wochenende jubelte Science City Jena bereits so, als wäre der Klassenerhalt bereits garantiert.
Rechnerisch ist das zwar noch nicht ganz der Fall, realtischerweise ist den Thüringern der BBL-Verbleib allerdings kaum noch zu nehmen. Drei Spieltage vor Saisonende verbucht die Mannschaft von Neu-Trainer Mike Taylor drei Siege Vorsprung auf Heidelberg und Braunschweig. Damit für letztere zwei Teams noch etwas möglich sein könnte, müsste Jena also alle verbliebenden Spiele verlieren, während sie selbst alle Partien gewinnen.
Selbst in diesem unwahrscheinlichen Fall wäre ein Klassenerhalt noch nicht für beide Teams garantiert. Während Braunschweig den Direktvergleich mit Jena - dank eines klaren Sieges vor rund drei Wochen - gewonnen hat, herrscht in Heidelberg in dieser Angelegenheit noch Nachholbedarf. Das Hinspiel am Neckar gewann der Aufsteiger mit vier Zählern. Das Rückspiel findet am 7. Mai statt und dürfte für die Academics ein mögliches vorzeitiges Finale darstellen - wenn denn der Klassenerhalt zu diesem Zeitpunkt noch möglich ist.
jos