01.07.2023
Start der NBA Free Agency
Die Free Agency in der NBA hat begonnen - und alleine in den ersten drei Stunden wurden Verträge für mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar ausgehandelt, der dickste davon bei den Indiana Pacers. Dennis Schröder heuert bei den Toronto Raptors an, Kyrie Irving bleibt hingegen bei den Dallas Mavericks.

Schröders Berater Mark Bartelstein bestätigte gegenüber ESPN, dass sein Schützling ab der kommenden Saison für die Toronto Raptors spielen wird. Der 29-Jährige, der in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) daraufhin den Namen seines neuen Teams in Großbuchstaben twitterte, soll einen Zweijahresvertrag über 26 Millionen US-Dollar erhalten. Ein satter Gehaltssprung für den deutschen Nationalspieler, der bei den Los Angeles Lakers zuletzt für das Minimalgehalt von 2,6 Millionen Dollar im Jahr spielte.
Bei den Lakers, die sich in den Conference-Finals dem späteren NBA-Champion Denver Nuggets geschlagen geben mussten, erzielte Schröder in der vergangenen Saison 12,6 Punkte und 4,5 Assists im Schnitt. In zehn NBA-Jahren hat Schröder achtmal die Play-offs erreicht.
In Toronto darf er sich gute Chancen auf einen Platz als Starter ausrechnen. Schröder übernimmt für den abgewanderten Fred VanVleet, der sich den Houston Rockets anschließen wird (drei Jahre, 130 Millionen Dollar). Bei den Raptors trifft Schröder auch auf Jakob Pöltl. Der Österreicher verlängert seinen Vertrag in Kanada um vier Jahre (80 Millionen Dollar).
Die Lakers verlieren zwar Schröder, waren zum Start der Free Agency aber umtriebig: Point Guard Gabe Vincent, zuletzt mit den Miami Heat überraschend bis in die NBA-Finals vorgestoßen, unterschreibt in Los Angeles einen Dreijahresvertrag über 33 Millionen Dollar. Mit den Forwards Taurean Prince (zuletzt Minnesota Timberwolves) und Cam Reddish (Portland Trail Blazers) lotsten die Lakers weitere Free Agents in die City of Angels. Mit Rui Hachimura verlängerte zudem ein wichtiger Spieler für weitere drei Jahre (51 Millionen Dollar).
Zum Start der Free Agency gab es auch Neuigkeiten für die Fans der Dallas Mavericks. Kyrie Irving, der zuletzt auch mit den Phoenix Suns gesprochen hatte, einigte sich mit den Mavs auf einen neuen Dreijahresvertrag über 126 Millionen Dollar. Der achtmalige All-Star war im Februar von den Brooklyn Nets nach Dallas gewechselt. Nun wird der 31-Jährige weiter an der Seite von Luka Doncic spielen. Außerdem sicherten sich die Mavericks die Dienste von Seth Curry. Der 32 Jahre alte Guard, zuletzt bei den Nets, hat 2016/17 und 2019/20 schon für die Mavs gespielt.
"Wenn Draymond nicht zurückkommt, dann sind wir kein Championship-Team", hatte Steve Kerr nach Saisonende gesagt. Nun hat der Head Coach der Golden State Warriors eine Sorge weniger und kann einen weiteren Ring in Angriff nehmen: Draymond Green einigte sich mit den Warriors auf einen neuen Vertrag über vier Jahre und 100 Millionen Dollar. Der 33-Jährige spielt seit elf Jahren für das Team aus Kalifornien, das sich zuletzt die Dienste von Chris Paul gesichert hatte.
Offiziell können neue Verträge zwar erst ab dem 6. Juli unterschrieben werden, doch zum Start der Free Agency wurde ein hochdotierter Kontrakt nach dem anderen vermeldet. Die Nachrichtenagentur AP berechnete, dass alleine in den ersten drei Stunden Verträge für mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar ausgehandelt wurden.

Den dicksten Vertrag gaben am ersten Tag laut ESPN die Indiana Pacers aus, die mit Aufbauspieler Tyrese Haliburton zu Maximalbezügen verlängerten. Der 23-Jährige, vergangene Saison erstmals All-Star, streicht über fünf Jahre 260 Millionen US-Dollar ein. Auch Shooting Guard Desmond Bane erhält bei den Memphis Grizzlies einen Maximalvertrag (fünf Jahre, 207 Millionen). Es ist der erste Vertrag über 200 Millionen US-Dollar, den die Grizzlies in der Franchise-Geschichte ausgeben.
Eine Auswahl weiterer Deals zum Start der Free Agency:
- Der dreimalige All-Star Khris Middleton verlängert bei den Milwaukee Bucks (drei Jahre, 102 Millionen Dollar)
- Forward Jerami Grant bleibt bei den Portland Trail Blazers (fünf Jahre, 160 Millionen Dollar)
- Bruce Brown (zuletzt wichtiger Rollenspieler bei Meister Denver) unterschreibt bei den Indiana Pacers (zwei Jahre, 45 Millionen Dollar)
- Altstar Derrick Rose unterschreibt für zwei Jahre bei den Memphis Grizzlies
- Kyle Kuzma verlängert bei den Washington Wizards (vier Jahre, 102 Millionen Dollar)
- Forward Cameron Johnson unterschreibt neuen Vertrag bei den Brooklyn Nets (vier Jahre, 108 Millionen Dollar)
ski