19.07.2025
Shooting Guard schießt gegen Kritiker
Cam Thomas ist weiterhin Restricted Free Agent. Der Guard der Brooklyn Nets polarisiert, doch der noch vertragslose Spieler wehrt sich gegen die Vorwürfe, dass er seine Teams nicht besser machen würde

Zahlreiche Restricted Free Agents sind weiterhin ohne neuen Vertrag, einer davon ist Cam Thomas von den Brooklyn Nets. Noch in der Vorsaison verbuchte der kleine Guard 24 Punkte im Schnitt, kam allerdings wegen diverser Verletzungen nur in 25 Spielen zum Einsatz. Thomas gilt als exzellenter Scorer, in vier NBA-Jahren erzielte der Aufbauspieler schon 27-mal mindestens 30 Punkte.
Und dennoch gibt es Zweifel am Spiel des 23-Jährigen, den die Nets 2021 mit dem 27. Pick auswählten. "Der Konsens bei Thomas ist - wenn es einen gibt, weil er hat ein paar Fans, aber auch jede Menge Kritiker -, dass er so etwas wie ein Ballschlepper ist, der viele leere Stats auflegt", meinte NBA-Insider Zach Lowe (The Ringer) zu den schleppenden Verhandlungen zwischen Thomas und den Nets. Berichte deuteten zuletzt an, dass Thomas rund 100 Millionen Dollar für vier Jahre fordere.
Der Guard reagierte verärgert auf Lowes Aussagen, die auf diversen Plattformen viral gingen. "Der Konsens? F*ck den Konsens. Der Konsens ist wohl, dass mich Teams nicht verteidigen können und deswegen ständig zwei Gegenspieler schicken. Warum wird denn jemand gedoppelt, wenn er nicht gut sein soll? Das muss mir mal jemand erklären", schrieb Thomas als Antwort auf X.
Dazu gab Thomas an, dass die Kritik an seiner Person nicht gerechtfertigt sei. "Leere Zahlen? Wir waren Fünfter oder Sechster im Osten, bevor ich mich verletzt habe und einige Spieler getradet wurden. Ich kann nicht kontrollieren, was der GM macht. Dazu war ich Zweiter bei den Assists, wenn man die Spielmacher weglässt, die jeweils getradet wurden."
Gemeint ist unter anderem Dennis Schröder, der schon im Dezember zu den Golden State Warriors abgeschoben wurde. Die Nets fokussierten sich stattdessen auf ihren Rebuild und beendeten die Saison mit einer Bilanz von 26-56 auf Rang zwölf der Eastern Conference. Im folgenden Draft hatten die Nets dann eine Rekordanzahl von fünf Erstrundenpicks, die sie für Egor Demin, Ben Saraf, Danny Wolf, Nolan Traore sowie Asa Powell verwendeten.
Sie alle wurden mit einem Vertrag ausgestattet, sodass Brooklyn derzeit 16 (anstatt der erlaubten 15) Spieler im Kader hat - Thomas noch nicht eingerechnet. Allerdings: Gleich vier Akteure haben nicht-garantierte Verträge. Mit dem derzeitigen Roster liegen die Nets jedoch unter dem Salary Floor, also der Summe, die zwingend in das Team investiert werden muss.
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