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    NBA

    vor 13 Stunden

    Philadelphia siegt in New York

    Erkenntnisse zu den neuen Sixers: Klare Stärken - aber auch eindeutige Schwächen

    Die Philadelphia 76ers sind mit einem Ausrufezeichen in die neue Saison gestartet. Die Stärken der neuen Star-Truppen waren dabei schnell zu sehen, gleiches galt aber auch für die Schwächen. Die Erkenntnisse zum Auftakt gegen die New York Knicks.

    LeBron James und Jaylen Brown
    LeBron James und Jaylen Brown sind die neuen Gesichter der Philadelphia 76ers. IMAGN IMAGES via Reuters Connect

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    Sixers: Showtime in New York

    Viele Experten hatten angedeutet, dass die Sixers vor allem in Transition eines der besten Teams der Liga sein werden - und genau das bewahrheitete sich auch gegen die Mannschaft, die im Vorjahr in den Playoffs den Fastbreak kontrollierte. Mit Tyrese Maxey, LeBron James und Jaylen Brown haben die Sixers drei der vier besten Transitionspieler aus dem Vorjahr im Kader.

    Entsprechend simpel ist die Maxime. Schnelles Umschalten wird einfache Punkte bringen und entlastet so auch Joel Embiid, der sich durch schnelle Abschlüsse immer mal wieder eine kleine Pause gönnen kann. In New York forcierten die Sixers 15 Ballverluste für 22 Zähler und erzielten insgesamt 24 Punkte in Transition.

    Dabei kommt auch zum Tragen, dass James, Brown und Maxey individuell nur schwer zu stoppen sind, wenn sie mal ins Laufen kommen. Kombiniert man aber alle drei, macht es das für Gegner umso schwerer, solche schnellen Tempogegenstöße zu unterbinden.

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    Sixers fehlt die Power unter dem Korb

    Die Schnelligkeit ist ein Trumpf, gleichzeitig aber auch nötig, weil Philly wie schon im Vorjahr kein besonders großes Team ist. Embiid ist hier fast schon allein auf weiter Flur, auch wenn LeBron schon immer ein exzellenter Rebounder war. Dennoch gaben die Sixers 14 Offensiv-Rebounds und satte 28 Punkte nach zweiten Chancen ab. Hierbei sei aber gesagt, dass Philly nicht jeden Abend gegen Andre Drummond, einen der absoluten Spezialisten am Brett, spielen muss.

    Der Ausfall von Ariel Hukporti schmerzt dennoch, Phillys anderer Center, Adem Bona, verpasste die komplette Vorbereitung und wirkte ebenfalls entsprechend rostig. Mit Dominick Barlow und Dean Wade fehlten weitere Optionen auf Big, sodass auch James einige Minuten auf der Fünf aushelfen musste. Über eine lange Saison ist das suboptimal, gleichzeitig können diese kleinen Lineups auch eine Stärke sein, wie in der zweiten Halbzeit zu sehen war.

    Am besten sahen die Sixers aus, wenn sie aggressiv gegen den Ball verteidigten, in den Passwegen standen und so voll auf ihre Athletik um Maxey, VJ Edgecombe, James und Brown setzten. Hin und wieder führte das zu offenen Dreiern und leichten Punkten am Ring, doch es sorgte auch dafür, dass die Knicks keinen wirklichen Rhythmus bekamen.

    Es kreierte Chaos und 15 Turnover gegen ein Knicks-Team, welches fast unverändert war und eigentlich eingespielt ist. Eine Überraschung ist auch das nicht, da Coach Nick Nurse schon seit vielen Jahren diesen Stil präferiert und bekannt für seine Ideen am defensiven Ende ist.

    LeBron James trat mehr als Spielmacher in Erscheinung.
    LeBron James trat mehr als Spielmacher in Erscheinung. Brad Penner

    Sixers: Das offensive Potenzial ist gewaltig

    Und offensiv? Da wurde das Potenzial erst angekratzt. Was sich auf jeden Fall zeigte, ist die große Gefahr, die das Pick’n’Roll zwischen Maxey und Embiid verursachte. Embiid traf zwar schlecht, dennoch sahen sich die Knicks im Laufe der Partie genötigt, Hilfe zu schicken und Philly konnte dennoch immer wieder Überzahlsituationen schaffen.

    Was für ein Luxus, wenn dann auf den Flügeln LeBron und Brown warten. 106 Punkte (Offensiv-Rating: 103,9) waren nicht viel, aber das lag vor allem am schwachen Shooting (11/40). 28 Assists zeigen schon eher, wie gut die Offense schon funktionierte. Und dann gibt es natürlich immer noch die Option LeBron.

    Der hielt sich mit 14 Punkten und sechs Assists zwar vornehm zurück, aber als Rettungsleine ist der 41-Jährige stets eine Option. Niemand kann Mismatches so gut lesen wie James und damit ein Spiel orchestrieren. Dass er nun zwischen drei All-Stars wählen kann, die er bedienen möchte, hatte LeBron in seinen 23 Jahren zuvor nicht einmal bei den Heat. James wird in dieser Saison weniger ein Scorer sein, stattdessen dürften häufiger zehn oder mehr Assists im Boxscore vermerkt werden.

    Robert Arndt