vor 14 Stunden
Superstar mit Negativrekord
Victor Wembanyama hat offensiv einen katastrophalen Start in die neue Saison hingelegt und umgehend einen neuen Negativrekord aufgestellt. Anschließend ging er dafür hart mit sich ins Gericht.

"Für mich ist es offensichtlich. Ich muss zu dem Basketball zurückfinden, den ich mag. Das hier ist nicht der Sport, den ich mag. Ich habe keinen Grund, zu zögern", sagte Wembanyama sichtlich mitgenommen auf der Pressekonferenz der Spurs nach der klaren Niederlage gegen die Oklahoma City Thunder. Er habe sich offensiv nie wie er selbst gefühlt und müsse einfach mit mehr Leichtigkeit auftreten. "Ich bin gut, wenn ich Spaß habe. Ich habe viele Würfe verfehlt, die ich normalerweise nicht verfehle. Danach bin ich nicht mehr zu diesen Würfen zurückgekehrt. Ich war unentschlossen", führte er aus.
Wemby gelang in der Opening Night gegen die Thunder überhaupt nichts. In 34 Minuten Spielzeit kam er auf zwölf Punkte, traf keinen einzigen Sprungwurf (1/13 FG, 7,7 %) und warf viermal den Ball weg. Mit diesen Zahlen stellte er auch unwillentlich einen neuen Negativrekord auf: Nie zuvor traf ein Spieler, der in der Vorsaison im All-NBA First-Team stand, in der Saisoneröffnung so schlecht.
Sein einziges Field Goal erzielte er in den Schlusssekunden des dritten Viertels per Alley-Oop, ansonsten tat er sich gegen die starke OKC-Defensive merklich schwer. "Ich glaube, wir haben das, was die Trainer uns mitgegeben haben, sehr gut umgesetzt und es nicht nur ihm schwer gemacht, sondern als Team auch allen anderen", schwärmte Chet Holmgren nach der Partie, der Wemby auch einmal abräumte.

Auf der Gegenseite zeigte Wemby allerdings eindrucksvoll, warum er auch in diesem Jahr wieder der klare Favorit auf den Award des besten Verteidigers ist: Er sammelte insgesamt sechs Blocks und erschwerte mal wieder gefühlt jeden Wurf, dazu schnappte er sich 13 Rebounds.
Seine Chance auf Wiedergutmachung hat der Franzose am Samstag beim Texas-Derby gegen die Houston Rockets um Big Man Alperen Sengün, auf die Thunder trifft San Antonio dagegen erst wieder im Februar.
gfr