vor 23 Stunden
Arbeitssieg in der WM-Quali
In der WM-Quali hat das DBB-Team einen hart erkämpften Sieg gegen das bis dato noch ungeschlagene Polen gefeiert. Im Anschluss an eine intensive Partie monierten die Deutschen aber die Härte der Gastgeber.

"Ja, es war ein physisches Spiel. Viele Fouls wurden von den Schiedsrichtern gepfiffen, es war körperbetont", sagte Matchwinner Dennis Schröder auf der Pressekonferenz nach dem 96:94-Sieg in der Overtime, der in der Verlängerung für die Entscheidung von der Freiwurflinie gesorgt hatte.
Der DBB-Kapitän stand aber schon in den ersten Sekunden im Fokus, als er und Polens Jordan Loyd sofort nach dem Tip Off je ein technisches Foul kassierten. Zudem sammelte Schröder in den ersten vier Minuten schon drei persönliche Fouls, was den Bundestrainer vor Probleme stellte. "Nach dem dritten Foul von Dennis mussten wir unsere Rotationen etwas anpassen. Wir mussten anfangen, Dennis zu schützen, weil er ein sehr wichtiger Spieler für uns ist. Polen wollte ihn auch ein bisschen attackieren, also mussten wir ihn als Team schützen und unseren Spielplan nach dieser Situation etwas anpassen", erklärte Head Coach Alex Mumbru nach dem Spiel.
Anstelle von Schröder übernahm dann Kaunas-Guard Maodo Lo im ersten Viertel und führte die Nationalmannschaft mit acht Punkten und drei Assists zur zweistelligen Führung nach den ersten zehn Minuten (28:15). Entschieden war die Partie aber noch lange nicht: Polen kam über die Härte zurück ins Spiel und erzwang mit einem starken Schlussviertel die Overtime, die dann aber schlussendlich knapp an den DBB ging. Deutschland ließ gleichzeitig einige einfache Körbe liegen, die das Spiel wohl schon in der regulären Spielzeit beendet hätten.
"Vielleicht hätten wir die Verlängerung gar nicht gebraucht, wenn wir nicht einige Layups vergeben haben", meinte auch Mumbru. Der Coach zeigte sich aber dennoch stolz vom Einsatz seiner Mannschaft. "Aber letztendlich sind wir in die Verlängerung gegangen, hatten die Leidenschaft, unser Spiel zu spielen, und haben am Ende wieder gewonnen", schwärmte er. Ähnlich sah das auch Schröder, der meinte, das DBB-Team hätte am Ende "alles rausgeholt" und einen "wichtigen Sieg" gefeiert".
Gleichzeitig monierte Mumbru aber auch die Härte der Polen, die alleine im dritten Viertel zwölf Fouls gepfiffen bekamen. Am Ende standen 33 Fouls für die Polen auf der Anzeigetafel und gleich vier Spieler mussten vorzeitig duschen gehen, bei den Deutschen mit Daniel Theis und Tristan da Silva aber auch immerhin zwei. "Wir haben etwas langsamer gespielt und versucht, das Spiel zu kontrollieren. Das ist nicht das, was wir wollen - aber es stimmt, dass es ein sehr physisch hartes Spiel war, besonders im letzten Viertel. Wir haben viele Stöße und Schläge abbekommen, sogar ins Gesicht", sagte der Spanier.
Durch den Sieg zieht Deutschland in der Tabelle an Polen vorbei und steht nun auf Platz zwei, lediglich hinter den noch ungeschlagenen Kroaten. Am 27. November gastiert das DBB-Team dann in Lettland, ehe am 30. das Rematch gegen Polen ansteht (Spielort noch unklar).
gfr