vor 21 Stunden
WM-Qualifikation
Auftakt ins dritte Qualifikationsfenster für die WM 2027! Nikola Jokic und seine serbische Nationalmannschaft haben gegen die Schweiz lange Probleme, ehe das Spiel spät kippt. Indes befindet sich Spanien auf WM-Kurs.

Im engen Rennen um die WM-Qualifikation ist Litauen ein wichtiger Erfolg gegen Großbritannien gelungen, indem die Balten bereits in der ersten Halbzeit die Weichen auf Sieg stellten. Angeführt von Azuolas Tubelis rannten die Hausherren nach 20 Spielminuten auf 18 Punkte Vorsprung davon. Der Big Man von Zalgiris Kaunas führte alle Litauer mit 21 Punkten an und erzielte damit auch mehr als seine Mitspieler aus der NBA.
Matas Buzelis, das Toptalent der Chicago Bulls kam in 23 Minuten auf zwölf Punkte. Jonas Valanciunas von den Denver Nuggets erzielte ein Double-Double mit 20 Zählern und zehn Rebounds.
Litauen gelingt mit dem Sieg der Sprung in die zweite Gruppenphase, in die alle Ergebnisse mitgenommen werden. Weil man dort mit Serbien, der Türkei und Italien um den Einzug ins WM-Turnier streitet und sich nur drei der vier Teams qualifizieren können, war die Bedeutung für sie umso höher. Nur noch Außenseiterchancen besitzen indes die Insulaner von Großbritannien.
Spanien marschiert weiter tadellos durch die erste Gruppenphase. Mit einem regelrechten Offensivfeuerwerk fuhren die Iberer den fünften Sieg im fünften Spiel ein und sind damit nicht mehr vom ersten Platz zu stoßen. Das Team von Nationaltrainer Chus Mateo gewann alle vier Viertel, besonders deutlich wurde es nach der Pause (31:14 im 3. Viertel).
Befeuert wurde das Spektakel durch das furiose Shooting. Insgesamt 14 Dreier verwandelte Spanien, davon gingen allein vier auf das Konto von Boston-Celtics-Big Hugo Gonzalez, dessen 16 Punkte nur von Routinier Pierre Oriola getoppt wurden. Der 33-Jährige traf alle seine acht Würfe für insgesamt 20 Zähler.
Vorbei sind die WM-Träume hingegen für Dänemark, die nach fünf Spielen weiter auf ihren ersten Sieg in der Qualifikation warten müssen und nun vorzeitig ausgeschieden sind. Ohne Youngster Tobias Jensen, der heute Vormittag seinen Wechsel von Ulm nach München offiziell machte, war es ihnen schlicht unmöglich, das hohe offensive Schritttempo des Gegners mitzugehen. Topscorer war Center Jermaine Ballisager Webb mit 14 Punkten.
Trotz Superstar Nikola Jokic in ihren Reihen tat sich die serbische Nationalmannschaft gegen Underdog Schweiz lange sehr schwer. Zwar führte der amtierende Vizeweltmeister - infolge der zehn Jokic-Punkte im ersten Viertel - über die gesamte Spielzeit, verpasste es allerdings, die Entscheidung vorzeitig herbeizuführen.
Dafür maßgeblich verantwortlich war G-League-Spieler Alexander Schumacher von den Long Island Nets, der seine Mannschaft mit 19 Punkten anführte.
Noch acht Minuten vor Spielende hatte Schumacher die Schweiz an der Freiwurflinie auf -8 herangebracht (63:71). Doch es folgte eine Machtdemonstration. Jokic erzielte bis zum Ende zwölf Zähler. Namensvetter Nikola Tanaskovic, der seine Brötchen in Montenegro verdient, steuerte weitere neun Punkte in dieser Zeit hinzu. Die Offensivpower der Serben war nun einfach zu offensichtlich und der Schweiz gingen die Körner aus. Das Viertel ging noch mit +15 an die Gäste - das Spiel sogar mit +24. Neben Jokic kam auch NBA-Talent Nikola Jovic auf 22 Zähler.
jos