16.04.2026
Keine Gnade für Edwards - Manager übt Kritik
Weil sie die Mindestmarke von 65 Saisonspielen nicht erreichten, hing die Berücksichtigung von Luka Doncic und Cade Cunningham bei den Saison-Awards in der Schwebe. Ihre Geltendmachung der Ausnahmeregelung gestattete die NBA nun. Anders ging es für Anthony Edwards aus.

Seit ihrer Einführung im Jahr 2023 beinhaltet die umstrittene Regelung eine Klausel, die auch eine Nominierung bei nur 64 absolvierten Partien möglich macht. Dies wäre unter "besonderen Umständen" möglich. Näher definiert wurde jene Formulierung allerdings nicht.
Diese Saison mit genau 64 Spielen abgeschlossen hatten die beiden All-NBA First-Team-Anwärter Luka Doncic und Cade Cunningham. Ersterer hatte unter anderem im Februar wegen der Geburt seiner Tochter ausgesetzt. Cunningham litt zuletzt mehrere Wochen unter einem Lungenkollaps.
Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, habe sich die NBA nun mit der Spielergewerkschaft (NBPA) auf eine Zulassung des Duos für die Award-Nominierungen geeinigt. Demnach sei die Liga den Anträgen auf Geltendmachung der Ausnahmeregelung nachgekommen.
Gescheitert mit seinem Antrag ist hingegen Timberwolves-Star Anthony Edwards, der die Saison mit 61 Partien beendete. Sein Manager Justin Holland zeigte sich gegenüber ESPN anschließend unzufrieden mit der Entscheidung: "Ich persönlich bin etwas verwirrt, wieso man bei Cade Gnade walten lässt für etwas, das auf dem Court passiert ist, aber nicht für Ant, der wegen einer Infektion gefehlt hat."
Anthony Edwards selbst äußerte sich nicht zu der Entscheidung, die ihn von allen Awards - inklusive der Nominierung in einem All-NBA-Team ausschhließt. Holland erklärte lediglich: "Letztendlich wissen alle, dass sich Ant darüber überhaupt keine Gedanken macht."
Kritik kam auch von Minnesota-Coach Chris Finch: "Ich weiß nicht, wieso es diese Regel gibt, wenn man in zwei Drittel der Fälle dem Einspruch stattgegeben wird. Es fühlt sich eher nach einem Vorschlag, als einer Regel an."
jos