02.02.2026
Ehemaliger Mavs-Besitzr blickt zurück
Exakt ein Jahr nach dem wohl verrücktesten Trade der jüngeren NBA-Geschichte hat Mark Cuban offen eingeräumt, dass die Dallas Mavericks den Abgang von Luka Doncic bis heute nicht überwunden haben. Im Gespräch mit NBA-Insider Marc Stein bezeichnete der frühere Mehrheitseigner den Trade rückblickend als Fehler.

Als Shams Charania vor einem Jahr meldete, dass Dallas Doncic zu den Los Angeles Lakers abgibt, ging ein Ruck durch die gesamte Liga. Im Gegenzug kamen Anthony Davis, Max Christie und ein First-Round-Pick nach Texas. Es war ein Deal, der sofort massive Kritik auslöste.
"Es war ein Fehler, und ich wünschte, sie hätten vorher mit mir gesprochen", so Mark Cuban. "Ich freue mich für Luka. Und ich freue mich für die Mavs-Fans, dass wir jetzt Coop (Cooper Flagg) haben, auch wenn wir alle Luka immer noch vermissen."
Besonders brisant: Doncic war von dem Trade völlig überrascht worden, nachdem er die Mavericks zuvor bis in die NBA Finals geführt hatte. Verantwortlich für den Deal war General Manager Nico Harrison, der mittlerweile nicht mehr im Amt ist. Ein Umstand, den Cuban ebenfalls als notwendig bezeichnete.
Der Trade hinterließ vor allem bei den Mavs-Fans tiefe Spuren. In Dallas kam es zu lautstarken Protesten, viele forderten offen personelle Konsequenzen im Front Office. Sportlich konnten die Mavericks den Verlust ihres Franchise-Spielers bislang nicht kompensieren.
Anthony Davis kämpft seit Monaten mit Verletzungen, Kyrie Irving fällt weiterhin mit einem Kreuzbandriss aus. Mit einer Bilanz von 19-30 rangiert Dallas aktuell nur auf Platz elf im Westen, weit entfernt von den eigenen Ansprüchen.

Währenddessen erlebt Doncic bei den Lakers einen sportlichen Höhenflug. Mit ligaweit führenden 33,7 Punkten pro Spiel ist er einer der besten Spieler der Saison und hat Los Angeles zu einer 29-19-Bilanz geführt. Der Trade wirkt aus heutiger Sicht immer mehr wie ein klarer Gewinn für die Lakers.
Mit Nr.-1-Pick Cooper Flagg haben die Mavericks zwar ein neues Gesicht der Franchise, doch selbst Cuban spricht nur von einem "bittersüßen" Gefühl. Die Zukunft mag Perspektiven bieten, die Vergangenheit aber bleibt präsent.
kon