24.10.2025
Wettskandal in der NBA geht weiter
Im Zuge des Wettskandals um Chauncey Billups und Co. hat Warriors-Coach Steve Kerr sich über das Problem der Sportwetten beklagt und eigene Erfahrungen geteilt.

"Das größte Problem ist, dass unsere Spieler viel Wut von Fans abbekommen", sagte Kerr auf der Pressekonferenz nach dem Sieg der Dubs über Denver. "Ich habe mit unseren Jungs darüber gesprochen - sie bekommen richtig üble Nachrichten in den sozialen Medien, von Leuten, die auf Spiele wetten. Das ist der Aspekt, den ich an der ganzen Sache am wenigsten mag. Unsere Spieler sollten so etwas nicht ertragen müssen - aber sie tun es. Vermutlich würden sie es ohnehin abbekommen, selbst wenn wir keine Partnerschaften mit Wettanbietern hätten."
Auch er selbst hat schon Erfahrungen mit schlechtgelaunten Zockern gemacht. "Das ist nun mal das moderne Leben - soziale Medien, jeder hat Zugang zu jedem", fuhr Kerr fort. "Es ist hart. Ich fühle mit unseren Jungs. Ich habe selbst schon E-Mails von Leuten bekommen, die ich gar nicht kenne, mit Sachen wie: 'Danke auch, ich hatte Geld auf das Spiel gesetzt, und du hast’s versaut, weil du den und den eingewechselt hast.' Das ist einfach seltsam."

Am Donnerstag hatte das FBI 34 Personen wegen des Vorwurfs des Wettbetrugs und angeblicher Mafia-Verbindungen festgenommen, darunter Blazer-Head-Coach Chauncey Billups und Heat-Guard Terry Rozier. Die beiden sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß und beteuern ihre Unschuld.
Billups und Rozier sind derweil von der NBA freigestellt worden, während die Ermittlungen weiterlaufen.
gfr