04.03.2025
NBA kompakt
Shai Gilgeous-Alexander ist beim Sieg der Thunder erneut für 50+ Punkte explodiert, die Mavericks müssen den nächsten Verletzungsschock hinnehmen und die Hawks haben eine turbulente Partie gegen Memphis auf den Buzzer gewonnen.

Für den 50. Saisonsieg der Thunder hat sich Shai Gilgeous-Alexander etwas ganz Besonderes einfallen lassen und mal eben sein viertes 50+-Spiel der laufenden Saison rausgehauen. Dabei erzielte er 51 Zähler, traf 18/30 aus dem Feld, 5/9 von Downtown und blieb an der Freiwurflinie fehlerlos (10/10). Jalen Williams steuerte weitere 24 Punkte zum Sieg bei. Isaiah Hartenstein legte acht Punkte auf, schnappte sich fünf Boards und spielte sechs Assists.
Dabei waren die Rockets in der ersten Hälfte noch mit zwischenzeitlich neun Punkten in Führung, lagen zur Halbzeit aber schon knapp zurück (62:63). Anschließend zog OKC die Intensität an, spielte ein starkes drittes Viertel und ging mit einem komfortablen 13-Punkte-Vorsprung in das Schlussviertel, den Houston nicht mehr aufholen konnte.
Bei den Rockets, die verletzungsbedingt auf Alperen Sengun, Amen Thompson, Dillon Brooks, Fred VanVleet und Tari Eason verzichten mussten, war Cam Whitmore mit 27 Punkten und elf Rebounds (beides eingestellte Karrierebestwerte) der beste Mann. Rookie Reed Sheppard legte weitere 25 Punkte auf, was für ihn einen neuen Karrierebestwert bedeutete.
Die Pechsträhne der Mavs will einfach kein Ende finden. Es waren nicht einmal zwölf Minuten an diesem Abend im American Airlines Center gespielt, da ging Kyrie Irving nach einem Foul beim Drive zum Korb zu Boden, landete komisch und hielt sich sofort das Knie. Anschließend blieb er minutenlang liegen, während es in der Halle totenstill war. Zwar versenkte er noch die anschließenden Freiwürfe, konnte das Feld danach aber nicht ohne Hilfe verlassen.

Für Dallas, das im dritten Viertel dann auch noch Guard Jaden Hardy mit einer Knöchelverletzung verlor, war das Spiel damit schon ziemlich früh gelaufen. Ohne Irving, Davis und ihre beiden Center konnten die Texaner mit gut aufgelegten Kings einfach nicht mithalten. Zach LaVine war mit 22 Punkten bester Scorer, DeMar DeRozan steuerte weitere 20 Punkte bei und beide Stars konnten das letzte Viertel beruhigt von der Bank aus betrachten. Jonas Valanciunas startete zudem das erste Mal für sein neues Team und legte in 23 Minuten 14 Punkte und neun Rebounds auf.
Bei den Mavs war Big Man Kai Jones, der zuletzt per Two-Way-Vertrag verpflichtet wurde, mit einem Karrierebestwert von 21 Punkten bester Mann.
Es hätte ein grandioses Ende eines historischen Abends für Desmond Bane werden können. Der Grizzlies-Guard hatte sich gerade das erste Triple-Double seiner NBA-Karriere gesichert (35, 10, 10) und fand den Wilson beim Stand von 130:130 mit 20 Sekunden Restzeit erneut in seiner Hand. Er dribbelte zur Birne, setzte zum Wurf für den Sieg an und ... musste zusehen, wie Atlantas Steal-Maschine Dyson Daniels ihm den Ball mit 3,8 Sekunden auf der Uhr aus der Hand klaute und ihn schnell zu dem losrennenden Caris LaVert warf. Dieser blieb cool, ließ einen Verteidiger per Euro-Step aussteigen und legte den Ball per Layup zum Sieg durch die Reuse.
Für LaVert waren es die Punkte 15 und 16 im letzten Viertel, insgesamt konnte er 25 Punkte für sich verbuchen. Dabei sah es eigentlich lange so aus, als würden die Grizzlies als Sieger vom Feld gehen, ehe die Hawks die letzten sieben Punkte des Spiels erzielten und Memphis einfach keinen guten Wurf mehr kreieren konnte. Dabei war auch nicht hilfreich, dass Jaren Jackson Jr. sich zwei Minuten vor Ende am Knöchel verletzte und das Feld verlassen musste, Ja Morant und Santi Aldama fehlten ohnehin schon verletzungsbedingt.
Für Memphis, das in der Zone überhaupt keinen Zugriff bekam (81 Punkte der Hawks), war es das dritte Spiel in Serie, das sie in den Schlusssekunden verloren, dieses "Kunststück" gelang ihnen zuletzt auch gegen die Knicks und Spurs. Mit sechs Niederlagen aus den letzten acht Spielen sind sie mittlerweile auf Platz vier im Westen abgerutscht. Bei den Hawks war Rookie Zaccharie Risacher bester Werfer (27), während Trae Young ein schönes Double-Double auflegte (12, 15 Assists).

Für Dennis Schröder und die Pistons gehen die starken Wochen weiter. Mit schwachen Jazz hatte das Team um All-Star Cade Cunningham (29, 9 Assists) keinerlei Probleme und war schon zur Pause mit 20 Punkten in Führung. Schröder erzielte in 16 Minuten sieben Punkte und spielte vier Assists.
Keine Probleme hatten auch die Warriors mit den Hornets. Stephen Curry (21) und Jimmy Butler (13) konnten es ruhig angehen lassen, bester Werfer des Teams war Buddy Hield von der Bank (22). Dazu machte auch Brandin Podziemski ein starkes Spiel (19, 11 Rebounds).
Gianluca Fraccalvieri