09.02.2025
Buyout-Markt im vollem Gange
Mit Ben Simmons ist der erste Stein des viel antizipierten Buyout-Marktes bereits gefallen. Noch diverse ehemalige NBA-Champions könnten folgen. Wir erklären das System dahinter.

Wenn Spieler und Mannschaft unterschiedliche Ziele verfolgen, trennen sich häufig die Wege beider Parteien. NBA-Teams im Rebuild konzentrieren sich zumeist darauf, jungen Spielern mehr Spielzeit zu verschaffen. Veterane im Kader kosten dagegen häufig viel Geld und vermindern die verfügbare Parkettzeit der Nachwuchstalente.
Der Spieler, der sich aus seinem verbleibenden Vertrag auskaufen lassen will, verzichtet auf einen Teil seines restlichen Gehalts. Das Team zahlt ihm dann sofort eine in Verhandlungen vereinbarte Summe, die den Jahreslohn unterschreitet. Dafür bekommt der Spieler die Freiheit, sofort bei einem anderen Team zu unterschreiben.
Auf dem Buyout-Markt gibt es für Spieler und Teams zwei Restriktionen. Spieler dürfen demnach im Anschluss an den Buyout nicht unterschreiben bei:
1. dem Team, mit dem der Spieler zuvor einen Buyout vereinbart hatte
2. mit Teams, die über dem First Apron liegen, wenn das Gehalt des Spielers vor dem Buyout die "Non-Taxpayer Mid-Level-Exception" (ca. 12,5 Mio. Dollar) überschritten hatte.
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Ein Buyout kann grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt im Vertrag eines Spielers vollzogen werden. Sofern der Spieler jedoch keine substanziellen Zugeständnisse bei seinen Gehaltsforderungen macht, ist dies für die Teams lediglich im letzten Vertragsjahr sinnvoll.
Zwar ist es zu jedem Zeitpunkt der Saison möglich, einen Free Agent unter Vertrag zu nehmen. Allerdings existiert eine Frist zur Anmeldung neuer Spieler für die Playoffs. Spieler, die nach dem 28. Februar verpflichtet werden, dürfen an der Saison-Hauptrunde nicht mehr teilnehmen. Das Gros der Buyouts findet demzufolge nach der Trade-Deadline und vor dem 1. März statt.
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jos