05.11.2024
NBA - Der Spieltag kompakt
Vor der US-Wahl waren in der NBA noch einmal alle 30 Teams im Einsatz, dabei feierte Dennis Schröder mit den Brooklyn Nets einen weiteren Sieg. Die Orlando Magic stecken dagegen eine weitere Niederlage ein, während auch das Sixers-Debüt von Paul George ungekrönt bleibt. Victor Wembanyama feiert in Los Angeles eine Blockparty.

Paul George gab in Phoenix sein Debüt für die Sixers, dieses wurde jedoch von Kevin Durant überstrahlt, der mit 35 Punkten (14/20 FG) die Suns zum fünften Sieg in Folge führte. Der Forward verbuchte die letzten vier Zähler für die Gastgeber, zunächst brachte der 36-Jährige sein Team per Jumper wieder in Front und scorte bei Gleichstand per Layup die letzten Punkte der Partie.
George hatte schließlich noch die Chance zum Ausgleich, doch sein Sprungwurf aus der Mitteldistanz klatschte nur auf den Ring. Überhaupt war George noch etwas rostig (15, 4/14, 7 TO), besser waren Tyrese Maxey (32, 12/22) und Guerschon Yabusele (19, 5/11 Dreier) in Form. Für Phoenix sammelte neben Durant auch Center Jusuf Nurkic (15, 15 Rebounds) Pluspunkte.
Die Clippers feierten ihren Heimsieg im neuen Intuit Dome und das gelang, obwohl Victor Wembanyama mit 24 Punkten (9/22), 13 Rebounds und 9 Blocks knapp an einem seltenen Triple-Double vorbeischrammte. Die Gastgeber waren jedoch deutlich tiefer besetzt, Rollenspieler wie Amir Coffey (21, 8/10) oder Kris Dunn (11) machten in diesem Spiel den Unterschied, während James Harden (17, 4 Assists) eher blass blieb.
Denver gewann derweil ein weiteres knappes Spiel, erst zwei Minuten vor Schluss übernahm der Champion von 2023 durch einen Dreier von Peyton Watson (16) wieder die Führung. Es war ein echter Kraftakt, wobei Denver davon profitierte, dass Jakob Pöltl (24, 11/18, 10 Rebounds) Mitte des Schlussabschnitts ausfoulte. Der Wiener hatte gegen Nikola Jokic (28, 10/22, 14 Rebounds, 14 Assists) zuvor ein starkes Spiel gemacht.
Denver hatte aber das bessere Ende für sich, Jokic erhielt diesmal von Russell Westbrook (21) und Michael Porter Jr. (19) mehr Unterstützung, sogar die Minuten ohne den Serben gewannen die Nuggets (+3). Bester Scorer der Kanadier war Gradey Dick mit 26 Punkten.
In der Hauptstadt gab Stephen Curry sein Comeback für die Warriors, diese hatten mit Washington keine Probleme und lagen für die vollen 48 Minuten vorne. Coach Steve Kerr nutzte wieder zwölf Spieler, keiner riss die 30-Minuten-Marke. Curry spielte nur 24, erzielte dabei 24 Zähler (7/15 FG, 4/9). Von der Bank kommend verbuchte Buddy Hield 20 Punkte, für Washington war Ex-Warrior Jordan Poole (24, 8/20) bester Scorer.

Einen weiteren Rückschlag mussten dagegen die Lakers hinnehmen. In Detroit war Cade Cunningham (17, 11 Rebounds, 11 Assists) mit dem dritten Triple-Double seiner Karriere der Mann des Tages, dazu überzeugte auch Backcourtkollege Jaden Ivey (26, 10/16) erneut. Die Pistons schwächelten lediglich im dritten Viertel (16:24), hier schmolz der Vorsprung auch wegen des überragenden Anthony Davis (37) auf sechs Zähler zusammen.
In der Crunchtime waren aber wieder Cunningham per And-1 und Ivey von der Dreierlinie zur Stelle, beide waren zusammen für den entscheidenden 10:2-Lauf verantwortlich. Davis spielte mit Knöchelproblemen nur noch angeschlagen, LeBron James (20, 7/16, 8 Rebounds, 11 Assists) blieb eher unauffällig. Die Bank der Lakers verbuchte nur magere zehn Zähler, bei Detroit waren es 27.
Die Cavs haben dagegen den besten Saisonstart der Franchise-Geschichte (8-0 in 1976) eingestellt. Gegen die kriselnden Bucks (1-6) gab es den zweiten knappen Sieg innerhalb von drei Tagen, diesmal fehlte Milwaukee neben Khris Middleton auch Giannis Antetokounmpo (Adduktoren). Und doch hätten die Bucks beinahe das dringend benötigte Erfolgserlebnis erzielt.
Cleveland führte in Halbzeit eins dank des überragenden Darius Garland (39, 15/22 FG, 7/11 Dreier) mit bis zu 19 Punkten, doch Milwaukee übernahm im Schlussabschnitt erstmals die Führung. Neben Damian Lillard (36, 11/22) halfen Bobby Portis (21, 18 Rebounds) und Reservist A.J. Green (21, 7/9 3P), Lillard brachte die Bucks von Downtown knapp 80 Sekunden vor dem Ende wieder in Front.
Die Antwort hatte aber Garland parat. Ein Floater verkürzte auf einen Zähler, danach leistete sich Lillard einen kostspieligen Turnover im Backcourt und Garland brachte die Cavs von draußen wieder in Führung. Donovan Mitchell (14, 5/15) machte von der Freiwurflinie mit seinem einzigen Punkt der zweiten Halbzeit alles klar.
Die Nets gewannen ihr zweites Duell mit Memphis in dieser Saison. Nach dem schwachen Auftritt gegen Detroit hatte Brooklyn auch dank Dennis Schröder wieder das bessere Ende für sich. Der Point Guard erzielte sieben seiner 20 Punkte (7/15 FG, dazu 6 Assists) im vierten Viertel und verbuchte per Drive 32 Sekunden vor Schluss die entscheidenden Punkte seines Teams, indem er auf 106:101 stellte.

Für die Grizzlies glänzte insbesondere Ja Morant (25, 10/22, 9 Assists), der unter anderem einen 360-Grad-Korbleger durch die Reuse brachte, sowie Rookie-Center Zach Edey, der auf 25 Punkte (11/12), zwölf Rebounds und vier Blocks kam.
Weniger Glück hatte das deutsche Trio aus Orlando bei den ebenfalls noch ungeschlagenen Oklahoma City Thunder (7-0). Die Magic gerieten dabei früh ins Hintertreffen und bissen sich an der Thunder-Defense die Zähne aus (nur 35 Prozent aus dem Feld). Fünf verwandelte Dreier (bei 34 Versuchen) waren ebenfalls nicht hilfreich, Franz Wagner war mit 22 Punkten (8/17 FG) bester Scorer der Gäste, bei denen auch Tristan da Silva (9, 4/12, 3 Rebounds, 2 Assists in 34 Minuten) wieder starten durfte.
Das große Problem der Magic war aber diesmal die Bank, bei der zumindest Moritz Wagner (9, 2/5 FG, 5/6 FT, 7 Rebounds) ein paar gute Momente hatte. Für OKC waren Jalen Williams (23, 10/17) und Shai Gilgeous-Alexander (21, 9 Assists) die fleißigsten Punktesammler.
Nichts zu holen gab es auch für Daniel Theis (4 Punkte, 4 Rebounds in 19 Minuten) und die Pelicans, die daheim gegen Lottery-Team Portland deutlich unterlagen. New Orleans fehlten erneut sechs Rotationsspieler, es verblieben neben Theis gerade einmal Brandon Ingram (27) und Jose Alvarado (18). Für die Blazers waren Anfernee Simons (24) und Deandre Ayton (19, 13 Rebounds) die auffälligsten Akteure.
Knapp ging es in Miami zu, wo den Heat zwei Sekunden vor Schluss scheinbar der entscheidende Stop gegen De’Aaron Fox (28, 11/21) gelang. Der Rebound landete jedoch bei Domantas Sabonis (16, 16 Rebounds), der einen schweren Floater im Korb unterbrachte und Sacramento so den Auswärtssieg sicherte. Für Miami waren Jimmy Butler und Tyler Herro mit je 27 Punkten die besten Scorer.

Dallas kassierte ebenfalls eine weitere Heimniederlage. Dabei verschlief man den Start komplett und lief fast das komplette Spiel einem Rückstand hinterher. Luka Doncic (34, 9/24, 15 Assists) und Kyrie Irving (27) scorten dabei beinahe nach Belieben, die Pacers aber eben auch. Tyrese Haliburton (25, 12 Assists) führte den entscheidenden Run an, dazu erzielten auch Myles Turner (30, 11 Rebounds) und Pascal Siakam (23) über 20 Zähler.
rar